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Donnerstag, 9. April 2020, 18:00 - 18:30 Uhr

Ein Wort zum Gründonnerstag 2020 –

statt eines Gottesdienstes

Gründonnerstag. Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Freunden. Noch einmal ein besonderes Zeichen der Gemeinschaft, bevor die Gemeinschaft in dieser Form beendet wird. Über Nacht wird alles anders werden, und die Gemeinschaft wird neue Formen finden müssen, in denen sie gelebt werden kann.

Das klingt so aktuell. Wir müssen zur Zeit auch neue Formen finden, unsere Gemeinschaft miteinander zu leben. Wenn der direkte persönliche Kontakt zueinander verboten ist, fällt das schwer. Schnell macht sich ein Gefühl des Alleinseins breit: Sind wir überhaupt noch miteinander verbunden?

Jesus sagt: Ja, sind wir! Unsere Gemeinschaft miteinander hängt Gott sei Dank nicht von äußeren Formen ab, sondern von unserem Gefühl der Verbundenheit und Vertrautheit miteinander, von unserem Wissen um unsere Zusammengehörigkeit. So können alte Freunde, die sich lange aus den Augen verloren hatten, eines Tages wieder miteinander telefonieren, und es fühlt sich an, als hätten sie erst gestern miteinander gesprochen.

Erst recht gilt das für unsere Gemeinschaft mit Gott. Die können wir notfalls auch unser Leben lang aus den Augen verlieren, ohne dass sie irgendetwas von ihrer Stärke und Tiefe einbüßen würde.

Dennoch sind äußere Formen oder auch Rituale hilfreich, um sich der Gemeinschaft immer wieder zu vergewissern, um sie lebendig zu halten. Dafür hat Jesus uns das Abendmahl mitgegeben. Im Abendmahl feiern wir unsere Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Und wenn wir gerade kein Abendmahl feiern können, denken wir an Gott und aneinander und sind so trotzdem miteinander verbunden.

Ich grüße Sie herzlich zum Gründonnerstag!

Ihre Pfarrerin Valeska Basse

Ort Breite Straße 38, 14199 Berlin